Aktuelles aus der Schulpastoral

 

Die Grundschule St. Michael feiert ihr erstes Martinsfest mit Laternenumzug unter Mitwirkung der Realschule St. Michael

 

Das erste Martinsfest der neuen Grundschule St. Michael begann mit dem Laternenbasteln, das die Schulseelsorge zusammen mit acht Patinnen und Paten aus den Klassen 9 und 10 der Realschule St. Michael organisiert hatte. Fast alle Kinder nahmen an dieser Aktion teil und trafen sich, einige auch mit ihren Eltern zu einem fröhlichen Bastelnachmittag am Montag, den 28.10. in der „Schatzinsel“ der Grundschule. Am Ende erleuchteten viele bunte selbst gebastelte Laternen die Räumlichkeiten. Diese kamen dann beim Martinsfest am 7. November zum Einsatz. In einem kleinen Wortgottesdienst in der Klosterkirche St. Michael führten einige Mädchen aus der Klasse 5a der Realschule das Spiel von der Mantelteilung auf, das sie gemeinsam mit ihrer Klassenlehrerin Frau Jung und der Schulseelsorgerin Frau Schmidt eingeübt hatten. Auch die Schulleiterin Frau Kolbe begrüßte die Schülerinnen und Schüler der Grundschule, ebenso wie ihre Familie zu dieser Premiere und führte alle unter Leitung des Polizisten Herrn Lohl nach dem Gottesdienst zunächst zum Haus der Dommusik. Dort wurden alle im Probesaal von einem neuen Martinslied überrascht, das von einigen Mädchen der Domkantorei dargeboten wurde. Anschließend ging es mit den leuchtenden Laternen durch die Innenstadt weiter zur Grundschule St. Michael. Voran ging die Martinsspielschar der Klasse R5a mit Vanessa Schröder als St. Martin.  An der alten Synagoge wurde noch einmal Halt gemacht, um noch ein weiteres Martinslied miteinander zu singen. Auf dem Schulhof wartete dann auf alle ein Buffet mit Martinsbrötchen, gebackenen Gänsen und einem Kinderpunsch, alles liebevoll vorbereitet von den Eltern der Schülerinnen und Schüler. Dort freute sich die ganze Grundschulgemeinde über das gelungene erste gemeinsame Martinsfest, und es dauerte noch eine Weile ehe es dann hieß: „Mein Licht ist es aus, ich geh´ nach Haus!“

(Text von Bettina Schmidt)

 

Ehrung der Flüchtlingshilfe

St. Michael

Am Freitag, den 8.11. hat die Stadt Paderborn den Integrationspreis 2019 verliehen. Auch die Schulen St. Michael wurden gemeinsam mit einigen anderen Initiativen für ihr Engagement in der Flüchtlingshilfe geehrt. So überreichte Bürgermeister Michael Dreier gemeinsam mit dem Vorsitzenden des Integrationsrates Recep Alpan dem Team von St. Michael für diese wichtige schulübergreifende Arbeit eine Urkunde der Stadt Paderborn. Diese wurde für die Schulen St. Michael von den Vertreterinnen des Flüchtlingsarbeitskreises: den Lehrerinnen Claria Stiegemann, Jutta Burdinski und Schulseelsorgerin Bettina Schmidt, sowie dem Schulleiter des Gymnasiums Claudius Hildmann entgegengenommen. Zur Zeit besteht die aktuelle Flüchtlingsarbeit in St. Michael noch aus einem kleinen Sprachkurs für Frauen aus Afghanistan und dem Irak, der weiterhin von den beiden pensionierten Lehrerinnen Rita Mecke und Marianne Beine-Funke geleitet wird und der praktischen Begleitung von einigen Familien (Wohnungs- und Arbeitssuche), sowie dem Begegnungscafé.

Das nächste findet am 9.12. um 15 Uhr in der Cafeteria statt. Alle Interessierten sind herzlich dazu eingeladen.

 

Der 9. Elternkurs „KESS – Abenteuer Pubertät“

startet im Januar 2020

 

Interessierte Eltern können sich ab jetzt anmelden!

Bereits zum neunten Mal wird dieses Angebot in Zusammenarbeit mit der Schulseelsorge, den Schulen St. Michael und der kath. Erwachsenen- und Familienbildungsstätte unter der bewährten Leitung von Kess-Trainerin Julia Fisching-Wirth durchgeführt. In den fünf Einheiten werden interessierte Eltern angeleitet, angestrengten Erziehungssituationen gelassener entgegen zu gehen. So steht KESS für K wie kooperativ – gemeinsam für ein gutes Familienklima sorgen / E wie ermutigend – die Selbstständigkeit der Jugendlichen fördern / S wie sozial – gegenseitige Bedürfnisse achten / S wie situationsorientiert – nicht stur „nach Lehrbuch“ erziehen. Eine Teilnehmerin zog z.B. nach dem letzten Kurs für sich das Fazit: „Ich habe eine andere Art gelernt, mit der Situation umzugehen und mich emotional herauszunehmen, wenn ein Konflikt droht.“  Die Teilnehmerzahl für den Kurs ist auf bis zu 17 Personen beschränkt.

 

Hier die Termine: 14.1./ 21.1./29.1./4.2. und 11.2. (viermal dienstags, einmal mittwochs), jeweils von 20 – 22.15 Uhr in den Schulen St. Michael und der aktuelle Flyer mit näheren Informationen. Anmeldungen gern ab jetzt bei Schulseelsorgerin Bettina Schmidt unter:  bschmidt@michaelsschule.de.

(Text und Foto: B. Schmidt)

 

Engelprojekte der 6. Klassen zum Fest des

Hl. Erzengels Michael

Der Erzengel Michael ist der Fürst des Lichts und der Besieger des Bösen. Davon erzählt uns die Offenbarung des Johannes im 12. Kapitel. Am 29. September feiert die Kirche mit den Erzengeln Raphael und Gabriel seinen Gedenktag. Seit 1694 ist er der Patron unserer Schulen. Deshalb hatte der Schulpastoralkreis überlegt, auch in diesem Schuljahr wieder ein gemeinsames Projekt beider Schulen für die Schülerinnen und Schüler der 6. Klassen zum Fest von St. Michael durchzuführen. Das "Engelprojekt" startete in der Realschule am Montag, den 23.9. und am Gymnasium am Dienstag, den 24.9. jeweils in der ersten bzw. in den ersten beiden Schulstunden. Ein Team von Projektleiterinnen und Projektleitern aus dem Kollegium und der Schulseelsorge bot viele verschiedene Projekte für die Kinder der 6. Klassen an, sich im Vorfeld durch eine schriftliche durchgeführte Wahl entscheiden konnten. Das Angebot war vielfältig und facettenreich: "Briefe an einen Engel", "Ein Schutzengel aus Holz“, „Engel getöpfert", "Engel federleicht", "Engel auf Kerzen", "Engel aus Gesangbuchblättern" und "Engel in Bewegung". Die Arbeit in allen Projektgruppen war sehr intensiv, produktiv und begeisterte die jungen Teilnehmerinnen und Teilnehmer auf den Spuren ihres Schulpatrons St. Michael. Im gemeinsamen Festgottesdienst der Klassen 5 – 8 werden die Ergebnisse aus den „Engelprojekten“ noch einmal im Dom vorgestellt,

denn „Ein Engel für uns alle, das ist der heilige Michael. Er macht als Fürst des Lichtes das Leben warm und hell!“

Das haben die 180 „Sechser“ in dieser Woche im guten Miteinander erfahren.

(Text und Fotos: Bettina Schmidt, Schulseelsorgerin)

 

Die Klasse R7b hat einen schönen Gottesdienst im Dom zum Schuljahresanfang für alle Klassen der Unterstufe der Schulen St. Michael vorbereitet. Thema war: „Auf dem Weg in ein neues Schuljahr“. Mit diesem Gebet möchten die Schüler allen noch einmal ein gutes Schuljahr 2019/2020 wünschen:

Gebet für einen guten Schulanfang:

Guter Gott,

sende deinen Geist, damit er uns verbindet

und uns eint für ein gemeinsames Ziel.

Dass wir einander helfen,

wenn jemand nicht mehr weiterkommt,

im Unterricht oder in der Klassengemeinschaft.

Dass wir nicht untereinander konkurrieren,

sondern Seite an Seite jede und jedem beim

Weiterkommen in der Schule helfen.

Sende deinen guten Geist,

dass unsere Klassen zusammenrücken,

einander die Hände reichen

und böse Worte vermeiden.

Dass sich alle wohlfühlen,

und nicht nur die Lauten und Obercoolen.

Dass jede und jeder eine Stimme hat,

die gehört wird und niemand ausgeschlossen wird.

Sende deinen stärkenden Geist,

als Zeichen für unser gutes Miteinander

und unsere Gemeinschaft,

in der wir gemeinsam auf dem Weg sind

an den Schulen St. Michael. Amen.

(Text und Bild: B. Schmidt, Schulseelsorgerin)

 

„Gott macht die Kleinen groß“ – Familiengottesdienst zum Schulbeginn

 

Niemand hat mit ihm gerechnet, doch Gott erwählt im ersten Buch Samuel den kleinen Hirtenjungen David und lässt ihn und nicht einen seiner großen Brüder zum König für das Volk Israel salben. Dass Gott nicht auf die Größe schaut, sondern auf das Herz der Menschen ist eine schöne Botschaft gerade für die Kinder, die in den 5. Klassen neu an St. Michael beginnen. Auch wenn sie zunächst einmal in der Schule und auf dem Schulhof die Kleinsten sind, sind sie für Gott bereits die Größten. Diese frohe Nachricht wollte der vorbereitende Elternkreis der neuen 5er gemeinsam mit Schulseelsorgerin Bettina Schmidt im Familiengottesdienst am ersten Schulsonntag in der Aula den kleinsten Michaelsschülerinnen und -schülern übermitteln. Denn auch im Segnungsgottesdienst am ersten Schultag im Dom, war die biblische Geschichte von der Salbung des kleinen David bereits Thema. An diesen roten Faden konnten die vielen Familien, die sich am 1. September in der gut besuchten Aula einfanden, anknüpfen. Der engagierte Vorbereitungskreis hatte bereits am Samstag alles liebevoll in der Schule vorbereitet: die Davidgeschichte wurde als schönes Bild auf der Bühne dargestellt, und am Sonntag brachten Eltern und Kinder in einer Prozession sechs Kronen nach vorn, die dort hineingestellt wurden.  Für jede Klasse jeweils eine, mit dem Namen der Kinder versehen, von dem Vater einer 5.Klässlerin selbst angefertigt und vom Vorbereitungskreis „kostbar“ in gold angemalt. Diese werden nun als Segenszeichen in den sechs Klassenräumen stehen. Pfarrer Peter Scheiwe in Vertretung für Pastor Achim Hoppe, Eltern, Kinder, Schulseelsorgerin, Lehrerinnen, Lehrer und Sr. Gabriela sorgten durch Gestaltung und Mitgestaltung für einen lebendigen Gottesdienst, der dank der Mithilfe von VeSch und anderen helfenden Händen noch in der Cafeteria einen fröhlichen Ausklang fand. So wurden die Kleinen von St. Michael gleich am Anfang wirklich groß und kamen mit ihren Familien in der Schulgemeinde richtig an. 

 

(Text: Schulseelsorgerin Bettina Schmidt, Bilder: Eltern der Vorbereitungsgruppe)

 
 

Flüchtlingsarbeitskreis freut sich mit Familie Alfdele

Kurz vor den Sommerferien hatte der Flüchtlingsarbeitskreis der Schulen St. Michael einen Grund zum Feiern. Im Begegnungscafé konnte er wieder die mittlerweile vertrauten und seit dem Jahr 2015 betreuten Familien aus dem Irak und zwei junge Männer aus Afghanistan begrüßen. Die Geflüchteten erzählten von der gut verlaufenden Integration hier in Paderborn, von erfolgreich abgeschlossenen Sprachkursen, Schulabschlüssen und begonnenen Ausbildungen und Praktika. Die drei irakischen Kinder, die die Realschule und das Gymnasium St. Michael besuchen sind sehr glücklich dort und kommen nun in das 7 und 8. Schuljahr. Im Sprachprojekt St. Michael werden weiterhin afghanische junge Frauen betreut. Anlass zu großer Freude aber war der Besuch von Bauunternehmer Norbert Kleinschlömer, der im April Herrn Osama Alfdele als Hilfsarbeiter auf der Baustelle im Garten von St. Michael, wo die neue Grundschule und eine Turnhalle entsteht, eingestellt hat. Zum 1. August wird Herr Kleinschlömer nun gern dem Wunsch von Herrn Alfdele, der im Irak als Mathematiklehrer gearbeitet hat, entsprechen und ihm eine Ausbildung zum Maschinenführer am Bau ermöglichen. Familie Alfdele ist darüber sehr froh, und alle freuen sich mit ihnen und sagen Herrn Kleinschlömer: Herzlichen Dank für diese gute Integrationsmöglichkeit- und Hilfe!

(Text: Schulseelsorgerin Bettina Schmidt, Bilder: Sr. Gabriele, F. Bernal)

Populismus in Schule und Gesellschaft –

Gefahr oder Belebung für die Demokratie?

 

In der gut besuchten Cafeteria unserer Schulen lauschten am Dienstag, den 28.5. zahlreiche Schülerinnen, Schüler und viele erwachsene Interessierte dem spannenden und aufschlussreichen Vortrag von Herrn Dr. Andreas Fisch, dem Leiter des Fachbereichs Wirtschaftsethik im Sozialinstitut Kommende in Dortmund, der sich auch als Migrationsexperte auszeichnet. Kurz nach der Europawahl und dem 70. Geburtstag unseres Grundgesetzes war dieser Vortrag aktuell und zeitnah. Nach der Begrüßung des Referenten durch Frau M. Klösener-Voß von der Fachschaft Politik und Frau B. Schmidt von der Schulseelsorge, klärte Dr. Fisch seine Zuhörerschaft über kritische Fragen auf:

Was sind eigentliche rechtspopulistische Kommunikationsstrategien? Zum Beispiel Behauptungen aufzustellen ohne konkrete Fakten beizubringen. Um Streitgespräche richtig einzuschätzen, sei es gut sich zu vergewissern, welche Fakten hinter Behauptungen tatsächlich stehen. Stark verkürzte Sachverhalte und zum Teil sogar Falschinformationen seien bei den Populisten keine Seltenheit.

Anschaulich machte Dr. Fisch dies anhand statistischer Informationen zur Kriminalität ausländischer Menschen. Er entlarvte die populistische Tendenz, oftmals Flüchtlinge und Ausländer für kriminelle Handlungen verantwortlich zu machen, ohne wirkliche Auffälligkeiten zu kennen. Dabei erweisen sich die Pauschalaussagen zur „Ausländerkriminalität“ eher als Verschleierung von Problemen, denn als Tabubrecher. Im 2. Teil des Abends ging es ihm vor allem darum, Lösungsansätze vorzustellen, die sich um die entscheidenden Fragen drehen: Was brauchen wir eigentlich wirklich in Politik und Gesellschaft? Und: Wie wollen wir in Zukunft miteinander leben?

Wichtig sei, Hoffnungsperspektiven aufzuzeigen, etwa Schulen, die Vielfalt leben und gegenseitigen Respekt einüben und kein Pessimismus als Mittel zum Zweck. „Von den politischen Parteien erwarte ich, dass sie nicht Konzepte anderer Parteien schlecht reden, sondern dass sie bessere Lösungsvorschläge ausarbeiten!“

Dabei sei es gut, über vieles kontrovers zu diskutieren, um sich demokratisch zu positionieren. Auch in der Schule ginge es darum, im Schüler/innen-Lehrer/innenaustausch ehrlich über Interessen und Überzeugungen zu sprechen und gemeinsam Orientierung zu suchen. Dabei käme Lehrkräften oft die Rolle zu, die Überwältigung durch populistische Parolen zuerst zu versachlichen, um ernsthaft über ein Thema diskutieren zu können. Dr. Fisch warnte davor, die Kontroverse im Unterricht immer an den unproduktiven Extrempositionen aufzuhängen und empfahl stattdessen eher Kontroversen mit umsetzbaren Positionen für eine Debatte auszuwählen. In der anschließenden Diskussion konnte Dr. Fisch noch viele Fragen anschaulich beantworten, so dass Herr Hildmann als Schulleiter sich bei ihm und dem interessierten Publikum am Ende herzlich bedanken konnte. Der Dank galt auch den Schüler/innen Annika, Paula, Philipp und Florian aus der Politik- und Technik-AG für ihre engagierte Mithilfe.

 

(Text und Foto: B. Schmidt)

 

Domwallfahrt am 27. Juni „Zu den Quellen“

 

Zum 9. Mal fand kurz vor den Sommerferien die Domwallfahrt aller 6. Klassen der bischöflichen Schulen unseres Erzbistums statt. Die sechs Klassen des Gymnasiums und der Realschule St. Michael haben sich mit einer, eigens von der Schulseelsorge entworfenen Wallfahrtsstaffel inhaltlich in mehreren Religionsstunden gut auf diesen Tag vorbereitet.

Es waren ungefähr 1500 Schülerinnen und Schüler, die sich am Mittwoch, den 27. Juni am Heinz-Nixdorf-Forum getroffen haben. Ein Bus nach dem anderen fuhr auf den Parkplatz und eine bunte immer größer werdende Menschengruppe fand sich ein. Im schönsten Sonnenschein verteilten sich die unterschiedlichen Gruppen ohne Probleme auf dem großen Platz des Forums. Schnell zu erkennen waren sie an den Fahnen, die von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Schulabteilung des Generalvikariates an alle Schulen verteilt wurden.

Nach der Begrüßung durch Dompropst Joachim Göbel begann die Wallfahrt, die am Padersee und dann entlang der Pader direkt auf den Domplatz führte. Fröhlich machten sich die jungen Pilgerinnen und Pilger auf den Weg.

 

Vor dem Dom erwartete Erzbischof Hans Josef Becker die Mädchen und Jungen der 6. Klassen seiner Schulen gemeinsam mit den Schulseelsorgerinnen und Schulseelsorgern des Bistums. Nachdem die einzelnen Schulen durch Dompropst Göbel jeweils mit erhobenen Fahnen vorgestellt wurden, begrüßte der Erzbischof persönlich die große lebendige Pilgergruppe. Sein Gebet stellte die Wallfahrt und den kurzen Weg zum Dom noch einmal besonders unter Gottes Segen.

 

Anschließend ging es durch das Paradiesportal in die Bischofskirche hinein. Überall dort fanden die Mädchen und Jungen mit ihren Lehrerinnen und Lehrer durch die gute Hilfe von Ordnerinnen und Ordnern ihre vorgesehen Plätze, um dem nun folgenden Wortgottesdienst gut mitfeiern zu können. So viel junge Menschen, so viel Zukunft von Kirche auf einmal!

In den Gottesdienst brachten die jungen Pilgerinnen und Pilger sich auch selbst aktiv mit ein: durch ihren Gesang und ihre Fürbitten; durch ihre vorher ausgefüllten Wallfahrtskarten, auf die sie ihre eigenen Kraftquellen geschrieben hatten und die die Stufen des Altarraumes schmückten; durch das aus der Pader mitgebrachte Wasser, das vom Bischof geweiht und mit dem die ganze große Schulgemeinde danach gesegnet wurde. Gern beantwortete der Erzbischof anschließend auch die Fragen der jungen Pilgerinnen und Pilger, die sie zuvor schriftlich an ihn gestellt hatten: „Wie sind sie eigentlich Bischof geworden?“ – „Was macht ihnen am meisten Freude in diesem Beruf?“ oder „Was machen Sie so in Ihrer Freizeit?“

Auch wenn viele, „ihren“ Erzbischof nur von Weiten sehen konnten, kam er doch durch seine spontanen Antworten allen etwas näher. Ein schönes Bild war auch das Entzünden der einzelnen Schulkerzen an der Osterkerze.  So waren auf dem und am Altar noch einmal in den Lichtern der Kerzen und in den Kerzenträger/innen alle Schulen gemeinsam sichtbar und vereint. Die beiden Kerzen für die Schulen St. Michael hat der Leiter unserer Übermittagbetreuung Herr Hagedorn dort engagiert mit einigen Kinder von Realschule und Gymnasium gestaltet. Danke!

 

Auf dem sonnigen Rückweg wieder hin zum Heinz-Nixdorf-Forum erwartete das Team des BdKJ und der Schulabteilung die jungen Pilger/innen mit tollen Attraktionen.

Auf der großen Rasenfläche waren viele Spielgeräte und Spielmöglichkeiten für die große Wallfahrtsgruppe aufgebaut, die sich dort schnell und begeistert verteilte.  Vom Klettern auf der Jakobsleiter, über Menschenkicker, Hüpfburg, Labyrinth, Stelzenlaufen und Stockbrotbacken war alles dabei, was das junge Pilgerherz sich wünschen konnte. Wer keine Lust hatte, draußen zu spielen, konnte auch drinnen das Computermuseum besichtigen.

Mehr als 1500 frohe Gesichter im Sonnenschein, lachende Kinder in einer solch großen Gemeinschaft und zufriedene Lehrerinnen und Lehrer lassen diese Wallfahrt als ein besonderes Glaubenserlebnis im Gedächtnis zurückbleiben.

Danke an die Schulabteilung unseres Erzbistums für die tolle und gute Vorbereitung!

 

(Text und Bilder: Schulseelsorgerin Bettina Schmidt)

 

Elternabend: "Keine Angst vorm Schulwechsel"

 

Schon zum sechsten Mal wurde diese Einladung an die Eltern der neuen 5. Klassen der Schulen St. Michael ausgesprochen. Gemeinsam mit dem Erprobungsstufenkoordinator der Realschule Matthias Bergmann, der sich bei dieser Veranstaltung Jahr für Jahr mit Ruth Pelizäus-Hermes vom Gymnasium abwechselt, wollte Schulseelsorgerin Bettina Schmidt an diesem Abend die neuen Eltern viele Unsicherheiten nehmen, die sich mit dem Schritt in eine neue Schule ergeben.

 

Und so nahmen gut und gerne 50 Mütter und Väter am Dienstagabend vor den Osterferien in großer Runde zum ersten Elternabend an der neuen Schule ihres Kindes Platz! Die Kinder stehen bei uns im Mittelpunkt, denn ein jedes von ihnen ist „Gottes Schatz“. Mit dieser Begrüßung wurden die Eltern eingeladen, am Anfang sich und ihre Kinder vorzustellen: „Mein Sohn heißt Jan. Er wird ab dem Sommer die Realschule St. Michael besuchen und kann es kaum erwarten!“ – „Pia ist der Name unserer Tochter, die schon ganz aufgeregt ist, weil sie im neuen Schuljahr mit ihrer Freundin zum Michaelsgymnasium wechseln wird.“  

 

Zum ersten Mal dabei war auch der neue Leiter der Übermittagsbetreuung Tim Hagedorn, der sich und das Konzept dieses wichtigen Angebotes des BdKJ ausführlich darstellte und gleich viele Fragen dazu vor Ort beantworten konnte.  

So wurden aus diesen unterschiedlichen Blickwinkeln die Arbeit und das Bemühen um jedes einzelne Kind an St. Michael „hautnah“ vorgestellt.  Ebenso gab es einige Anregungen und Tipps, den Schulanfang in Ruhe und Gelassenheit anzugehen.  Vor allem ging es darum, den neuen Eltern Mut zu machen, dem Beginn ihrer Kinder auf der weiterführenden Schule vertrauensvoll entgegenzusehen.

Denn das Fundament von St. Michael, das die selige Alix le Clerc und der Heilige Pierre Fourier einst mit Grundsätzen wie "Bedenkt, alle Kinder sind verschieden",  "Mache dein Herz weit für Gott und den Nächsten"  und „Fais le grandir – Lass es wachsen“ gelegt haben, wird dabei helfen und  durch das Schulleben tragen. Jede Familie freute sich dazu über eine Spruchkarte, die sie geschenkt bekam.

 

Das gemeinsame Fazit des Abends "Wir freuen uns auf Ihre Kinder und Sie!" ist eine Einladung an die neuen Familien von St. Michael, sich in der Schulgemeinde willkommen und aufgehoben zu fühlen. Ein Satz aus dem gemeinsamen Schlussgebet der Eltern fasst noch einmal den Leitfaden dieses Abends zusammen:

 

Herr, segne unsere Kinder.

Schenke ihnen Selbstständigkeit,

dass sie ihr Leben zu meistern lernen.

Schön, dass sich gleich ca. 20 Eltern gefunden haben, die Familienmesse am Sonntag, den 1.9. um 10 Uhr in der Aula der Schulen mit Frau Schmidt gemeinsam vorzubereiten. So kann der Beginn in den Schulen

St. Michael gleich engagiert starten!

(Text B. Schmidt, Fotos T. Hagedorn, B. Schmidt)

Die 5. Klassen auf den Spuren der Gottesmutter

 

Der Mai ist traditionell in der katholischen Kirche auch der Monat, in dem wir an die Gottesmutter Maria denken. Viele Wallfahrten und Andachten finden statt, weil die Menschen ihre Anliegen in dieser Zeit besonders zu Maria bringen möchten, um ihrer Fürsprache zu erbitten.

In der R5a haben die Schülerinnen gemeinsam mit ihrer Klassenlehrerin Frau Gabriele Jöring und der Schulseelsorgerin Frau Bettina Schmidt einen schönen Mariengottesdienst vorbereitet, den alle 5. und 6. Klassen in der Klosterkirche gemeinsam gefeiert haben.

Wer ist Maria eigentlich? Welche Spuren hat sie in der Bibel hinterlassen? Welche Lieder und Gebete singen und sprechen wir ihr zu Ehren? Die schönen Marienbilder der Künstlerin Christel Holl, die im Gottesdienst zu den biblischen Textstellen gezeigt wurden, endeten mit dem Bild der Schutzmantelmadonna, die in ihrer Liebe alle Menschen umfängt. So sangen die Schülerinnen und Schüler dazu gemeinsam das alte Kirchenlied „Maria, breit den Mantel aus“ und dachten einen Moment darüber nach, wen sie selbst der Fürsprache der Gottesmutter besonders anvertrauen möchten.

Am Ende des Schulgottesdienstes betete die kleine Gemeinde der 5. und 6. Klässer/innen mit Blick auf die schöne Marienfigur in der Klosterkirche das alte und immer noch aktuelle Gebet:

Gegrüßet seist du, Maria. Voll der Gnade. Der Herr ist mit dir. Du bist gebenedeit unter den Frauen, und gebenedeit ist die Frucht deines Leibes Jesu. Heilige Maria, Mutter Gottes, bitte für uns Sünder, jetzt und in der Stunde unseres Todes. Amen.

(Bild und Text: B. Schmidt, Schulseelsorgerin)

Tolles Spendenergebnis der Klassen 5 und 6 beider Schulen:

631.34 Euro für Misereor  

 

Diese kamen durch die Teilnahme unserer jüngsten Klassen an der Spendenkästchen-Aktion von Misereor zusammen und wurden dem kirchlichen Hilfswerk für Fernando Renderos und seine Arbeit überwiesen. Der junge Mann ist Mitarbeiter in der Jugendgruppe „El Sauce“ in El Salvador, in der Kinder und Jugendliche vor Bandenkriminalität geschützt werden. Täglich werden dort Workshops, sowie sportliche und kulturelle Aktivitäten angeboten.  Gemeinsam mit der Abteilung für Weltmission und Entwicklung des Erzbistums Paderborn hat Fernando Renderos in der Fastenzeit die Schulen St. Michael besucht und von seiner wichtigen Arbeit im Schwerpunktland der diesjährigen Misereor-Fastenaktion berichtet. Wir freuen uns sehr, ihn mit unserer Spende bei seiner wichtigen Arbeit unterstützen zu können.

Herzlichen Dank allen

Spenderinnen und Spendern!