Aktuelles aus der Schule

Vergangenheit erinnern - Zukunft gestalten

zum Gedenken an 75 Jahre Kriegsende 1945

 

„Die Erinnerung darf nicht enden; sie muss auch künftige Generationen zu Wachsamkeit mahnen.“ (Roman Herzog)

 

Mit einer Tenebrae-Meditation erinnern Schülerinnen und Schüler der Paderborner Michaelsschulen zusammen mit der Flötistin Boglárka Boykov am

Freitag, 27. März 2020 um 19.00 Uhr

in der Klosterkirche St. Michael

 

an die Zerstörung des Klosters und der Stadt Paderborns vom 27. März 1945. Texte, Bilder, Klänge und Gesänge bieten Gelegenheit, an die dunkle Vergangenheit zu erinnern und den Herausforderungen der Gegenwart zu begegnen.

 

Der Eintritt ist frei, am Ausgang wird eine Kollekte gehalten zur Deckung der Kosten. Die Konzerte im Netzwerk der Klosterlandschaft OWL werden gefördert durch den LWL, den Kreis Paderborn, das Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes NRW.

 

Berufemesse JoIn Mi am 10.9.2020

 

Am 10.9.2020 findet von 10 - 15 Uhr die Berufemesse der Schulen St. Michael statt. Schülerinnen und Schüler sowie interessierte Eltern können sich über Studien- und Ausbildungsmöglichkeiten informieren. Interessierte Hoch- und Fachhochschulen sowie Betriebe aus Handwerk, Industrie und Dienstleistung können sich hier anmelden.

 

Schulkino-Wochen 2020

Gut 280 Schülerinnen und Schüler besuchen lehrreiche Filme

Im Rahmen der Schulkino-Wochen besuchten die  Klassen 7 bis 10 im Rahmen ihres Unterrichts zwei Filme, die sie zum einen in die Kindheit von Hape Kerkeling  führte und zum anderen in die Welt eines kleinen Jungen zur Zeit des Nationalsozialismus.

Die Klassen 7 und 9 besuchte den Film: Der Junge muss an die frische Luft von Caroline Link (Deutschland /2018/100').

Die Klassen 8 und 10 besuchten ‚Als Hitler das rosa Kaninchen stahl‘ von Caroline Link (Deutschland/2019/119').

 

Dirk Reinhardt liest an der Realschule St. Michael

 

In seinem aktuellen Buch „Über die Berge und über das Meer“ thematisiert Dirk Reinhardt die Flüchtlingsgeschichte

eines vierzehnjährigen afghanischen Mädchens.

Gut 180 Schülerinnen und Schüler der 8. bis 10. Klassen ließen sich am 30.1.2020 von  Dirk Reinhard am Donnerstagvormittag in der Aula der Michaelsschulen in eine fremde Welt entführen. Mit spannenden Leseproben, aussagekräftigen Fotografien des Landes und der Menschen Afghanistans sowie zugehöriger Fachinformation brachte der mehrfach ausgezeichnete Jugendbuchautor den beeindruckten Jugendlichen ein in den Medien nur zu präsentes Thema aus einer ganz anderen Perspektive näher: die Flüchtlingsproblematik aus der Sicht von betroffenen afghanischen Jugendlichen.

Soraya,  die als siebte Tochter eines afghanischen Bauern einem alten Brauch folgend als Junge aufwächst und sich frei bewegen und zur Schule gehen durfte, soll mit Erreichen ihres  vierzehnten Lebensjahres auf Drängen der Taliban wieder als Mädchen leben. Der mit ihr befreundete Nomadenjunge wird von den Taliban bedrängt, als erfahrener Spurenleser für sie zu arbeitet. Unabhängig voneinander sehen sie, um der Terrorherrschaft der Taliban zu entfliehen, keinen anderen Ausweg, als sich  auf in die Fremde zu machen. Sie versuchen nach Europa zu fliehen, es ist eine Geschichte über Terror, Angst und Bedrohung, aber auch über eine tiefe Freundschaft.

 

„Über die Berge und über das Meer“ wurde als Buch des Monats Mai 2019 der Deutschen Akademie für Kinder- und Jugendliteratur prämiert und ist beim Luchs des Monats Mai 2019 die besondere Empfehlung als Jugendbuch. Und dies zu Recht, wie in der anschließenden Fragerunde mit dem Autor deutlich wurde, denn sowohl diese Thematik als auch der Autor selbst stießen bei den Jugendlichen auf großes Interesse.
So erzählt der Autor auf die Frage hin, wie er auf die Idee gekommen sei, ein Buch über dieses Thema zu schreiben, dass auf seinen Lesungen aus dem Vorgänger-Buch „Train-Kids“ immer wieder Jugendliche, die selbst als Flüchtlinge nach Deutschland gekommen seien, auf ihn zugekommen seien und ihm ihre Geschichte erzählt hätten. „Flucht, Migration, das ist ein Mega-Thema unserer Zeit“, stellt Dirk Reinhardt fest, „und ich fand es einfach wichtig, auch Jugendliche für dieses Thema zu sensibilisieren.“ Die Frage, ob er die gezeigten Bilder aus Afghanistan selbst gemacht habe, verneinte er und berichtete, dass er von einem befreundeten Journalisten die Erlaubnis habe, sie für seine Lesungen zu benutzen.

Aber auch die Arbeit des Autors interessierte die Schüler/innen brennend: „Wie lange schreiben sie an einem Buch? - „Welches ist ihr erfolgreichstes Buch?“ - „Kann man vom Bücherschreiben leben?“ sind nur einige der zahlreichen Fragen, die der Autor mit viel Engagement beantwortete.

Zum Schluss nutzten noch einige Schüler/innen die Gelegenheit, mit dem Autor noch einige persönliche Worte zu wechseln und sich ihr Exemplar des Romans signieren zu lassen.

 

Ein besonderer Dank geht an den Förderverein der Schulen St. Michael, der die Autorenlesung finanziell unterstützt hat.

 

                                                                                                          Text/Fotos: K. Reinstadler

 

Winterolympiade 2020

Am 30.1.2020 versammelten sich die Schülerinnen und Schüler der 5. Klassen in der Turnhalle zur alljährlichen Winterolympiade. Ab der 2. Stunde haben sich die 6 Teams in den Disziplinen Bobfahren, Eisschnelllauf, Biathlon, Rodeln, Riesenslalom, Curling, Skihütte mit dem Schreiben einer Wintergeschichte und Skispringen gemessen.  Die Schülerinnen der Klasse 10b unterstützten den ganzen Vormittag die organisierenden Sportlehrer/innen. Sie bauten bereits in der 1. Stunde die Stationen auf und führten ein Aufwärmprogramm mit den schon aufgeregten Teilnehmer-/innen durch. Die Gruppen hatten für jede Disziplin 10 Minuten Zeit. Nachdem alle Gruppen alle Stationen durchlaufen hatten, wurde der Parcours gemeinsam abgebaut. Während die 9c mit ihren Mitschüler-/innen der 5. Klassen zum Zeitvertreib Völkerball spielten, werteten die Sportlehrer Frau Ernst, Herr Behnen und Herr Beyer werteten die Punkte aus. Mit der Bekanntgabe der Ergebnisse und der Siegerehrung ging ein Schultag voller sportlichem Spaß zu Ende:

Platz 1: Rentiere ( 5b / 918 Punkte)
Platz 2: Schneemänner( 5a / 687Punkte)
Platz 3: Pinguine ( 5a / 669 Punkte)
Platz 4: Schneeflocken ( 5b / 641 Punkte)
Platz 5: Schlittenhunde ( 5b / 547 Punkte)
Platz 6: Schneehasen ( 5a / 504 Punkte)

Herzlichen Glückwunsch !!!!                                                 

                                                                                       Text/Fotos: K. Reinstadler

 

Exkursion Polen 2019

 

Alle zwei Jahre kann die Realschule St. Michael in Kooperation mit dem BDKJ eine besondere Fahrt anbieten: eine Gedenkstättenreise nach Krakau und Auschwitz. Im letzten Oktober war es wieder soweit: 21 Schülerinnen der Jahrgangsstufe 10, darunter als Gäste zwei Schülerinnen des Gymnasiums, zwei Lehrpersonen der Realschule und zwei Begleiterinnen des BDKJ machten sich auf den Weg. Zwei Schülerinnen berichten:

 

Am 13.10.2019 ging das Abenteuer los. Gegen Mittag landeten wir in Krakau. Wir sammelten sofort ein paar Eindrücke der polnischen Kultur. Im Hostel angekommen, bezogen wir gemeinsam unsere Zimmer. Am Nachmittag ging es dann schon direkt mit dem ersten Programmpunkt los. Wir gingen in die Stadt und trafen dort auf unseren Stadtführer, der uns quer durch Krakau geführt und uns sehr viel über die Stadt und einzelne Bauwerke erzählt hat. Anschließend waren wir im jüdischen Viertel Abendessen.

Am nächsten Tag sind wir ebenfalls zu Fuß zu Schindlers Fabrik gelaufen und haben dort viele Eindrücke von Oskar Schindler, bekannt aus dem Film „Schindlers Liste“, gesammelt. Und auch Krakau wurde uns dort näher gebracht. Dann wurden wir durch das jüdische Viertel geleitet. Bei dieser Führung haben wir viel über die Synagogen und über einzelne berühmte Juden erfahren. Wir sahen auch eine jüdische Familie. Bei dem Anblick waren viele erstaunt, da unsere Vorstellung einer jüdischen Familie ganz anders war. Anschließend gab es wieder ein leckeres Essen im jüdischen Viertel.

Am dritten Tag ging es dann richtig los. Vormittags hatten wir ein Gespräch mit einer Zeitzeugin, die im Konzentrationslager geboren wurde. Sie erzählte uns die Geschichte ihrer Mutter und alles ab ihrer Geburt. Nach einer Stunde Busfahrt sind wir dann im Stammlager 1 Auschwitz angekommen. Schon nach der Sicherheitskontrolle hatten wir alle ein bedrückendes Gefühl. Durch die Exkursion wurde uns allen immer mehr klar, was der zweite Weltkrieg für eine schwierige und schreckliche Zeit war. All die Häftlingsbilder und Erinnerungen an die Verstorbenen. Es war ein sehr komisches, aber auch trauriges Gefühl. Im Anschluss gab es ein Abendessen im historischen Oświęcim.

Am Mittwoch ging es dann schon um 7.00 Uhr morgens los nach Auschwitz-Birkenau ins Vernichtungslager. Dieses Ereignis hat viele von uns sehr erschüttert und mitgenommen. Wir sahen die einzelnen Lager der Frauen, Männer und Kinder. Außerdem konnten wir auch einige Bilder aus dem Geschichtsunterricht wahrnehmen. Beispielsweise kennt man das Bild, wo Frauen Brot über die Mauer werfen. Und wir standen genau dort, wo dieses Bild entstanden ist. Es war ein seltsamer Eindruck. In dem Moment konnte man das gar nicht realisieren, aber dann auf der Rückfahrt hat man seinen Gefühlen freien Lauf gelassen und hat sich den Kopf zerbrochen. Anschließend haben wir an verschieden Workshops zum Thema „Einzelschicksale von Gefangenen“ und „ Illegale künstlerische Betätigung“ teilgenommen. Dann gab es wieder ein leckeres Abendessen im jüdischen Viertel.

Am letzten Tag haben wir uns dann morgens getroffen und haben unsere Reise reflektiert. Dabei war es schön zu hören, wie es anderen in verschiedenen Situationen ergangen ist. Und wichtig für diese besondere Reise ist, dass man sich gegenseitig unterstützen kann. Dann ging es wieder zurück nach Paderborn. Wenn ihr die Chance habt, bei dieser Reise teilzunehmen, nutzt sie. Nicht mehr viele Generationen haben die Chance, die Wahrheit der früheren Welt durch Zeitzeugen zu erfahren.

 

                                                                                  Text:  Lina Wilsmann und Lara Driesner

 

Längst Vergangenes aus dem letztem Halbjahr ist im Archiv zu finden. Schauen Sie einfach hinein - es lohnt sich!